Über die Landtagswahl vom 6. September ist viel geschrieben worden: über Prozente, Koalitionsrechnungen und die Frage, wer mit wem nicht regieren will. Vielleicht hast du davon längst genug.

Die Zahlen in Kürze: Die AfD kam nach dem vorläufigen Endergebnis auf 43,8 Prozent, die CDU auf 17,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,8 Prozent, so hoch wie nie. Für eine eigene Mehrheit fehlen der AfD drei Sitze; ob eine Regierung zustande kommt, hängt an den fünf Abgeordneten des BSW. Zugleich hat die AfD in diesem Jahr fast alle Bürgermeister- und Landratswahlen im Osten verloren. Dort gaben nach einer Auswertung der taz Erfahrung und Bekanntheit der Gegenkandidaten den Ausschlag.

Was in diesen Zahlen nicht steht: wie über die Wahl im Betrieb, im Verein oder am Küchentisch gesprochen wird. Wo sie Gespräche verändert hat und wo sie keine Rolle spielt. Darüber wissen Hochrechnungen nichts, du schon.

Deshalb drehen wir es diesmal um. Wir sammeln Beobachtungen, egal wo du politisch stehst, und stellen sie neben die Berichte anderer Medien. Was daraus entsteht, liest du unter diesem Text in der Zusammenschau.